Santanyi Online

Mehr Schilder als Autos ...
Mehr Schilder als Autos ...

Mehr Sicherheit dank Kreisel

Neuer Kreisverkehr Santanyi/Son Moja/ Calo des Macs

Die Fakten:
Son Moja, eine Urbanisation zwischen Santanyi und Cala Santanyi hat sich in den letzten Jahren zunehmend weiterentwickelt, immer mehr Menschen siedeln sich dort an. In der Folge ist auch das Verkehrsaufkommen gestiegen, so dass der Abzweig auf der calle Torrent des Mestre zwischen Santanyi und Calo des Macs in Richtung Son Moja immer stärker frequentiert wurde. Die Stadtverwaltung ließ nun den Abzweig für 92.000 Euro in einen Kreisverkehr umbauen, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

Die Satire: Nun, wir Deutschen haben den Berliner Flughafen und Stuttgart 21. Veritable Verkehrsknotenpunkte, die selbst mit erheblichen und immer höheren Milliardenbeträgen nicht fertig werden und von der Pleite bedroht sind. Wie anders arbeiten da doch die Behörden auf Mallorca! Für schlappe 92.000 Euro entsteht in Santanyi innerhalb weniger Wochen ein Kreisverkehr, um eins der größten Verkehrsprobleme der Insel zu lösen. Nichtamtlichen Zählungen zufolge passieren ca. 4 Autos pro Stunde im Winter und bis zu 11 Fahrzeuge in der Hauptsaison das Nadelöhr an der Hauptverkehrsader zwischen Santanyi und Calo des Macs. Mit geschätzten 34 neuen Markierungen, Schildern und Verkehrszeichen wird Rasern ab sofort deutlich vor Augen geführt, wo es lang geht: Nicht mehr scharf abbiegen ohne Vorfahrtsregeln, sondern brav im Kreis herum bitte!
Nicht gezählt wurden für die Statistik bisher Radfahrer, Spaziergänger und Hunde-Gassi-Geher, die sich mit den motorisierten Fahrzeugen die Straße teilen müssen. In einem späteren Ausbauprojekt, dessen Finanzierung durch die EU noch offen ist, sollen entsprechend beidseitig der dann vierspurigen Straße Rad- und Fußwege angelegt werden. Falls im Kreuzungsbereich Zebrastreifen, zusätzliche Ampeln und noch mehr Schilder dem künftigen Verkehrsaufkommen und entsprechender Sicherheit nicht genügen, sind eine Untertunnelung oder Überbrückung vorgesehen.

Das Fazit: Vielleicht sollten die verantwortlichen Politiker in Deutschland bei größeren Bauvorhaben mal Berater aus Mallorca einfliegen lassen. Dann könnten Flughäfen und Bahnhöfe ebenfalls per Kreisverkehr geregelt werden. Und billiger wär’s außerdem!
Martin Joachim

Ab jetzt immer schön im Kreis herum ...
Ab jetzt immer schön im Kreis herum ...



Mit der Kamera-Drohne nach Mallorca

Welche Regeln gelten für Drohnen-Piloten auf der Insel?

Schöne Urlaubfotos und Selfies auf dem Smartphone nimmt jeder gerne mit nach Hause. Mallorca bietet ja nun auch an fast jeder Ecke lohnende Motive. Wie herrlich sind denn da erst die wunderbaren HD-Aufnahmen aus der Luft – gefilmt mit der Kamera an der ferngesteuerten Drohne.
Also ab in den Koffer mit dem kompakten Fluggerät und auf Mallorca locker drauf los geflogen über Strände, Fincas und herrliche Buchten.

Aber halt! Es drohen Ärger und sehr empfindliche Strafen! Regeln, Sicherheitsbestimmungen und spezielle Drohnen-Gesetze gibt es auch zuhause in Deutschland. Doch darüber hinaus gelten im Ausland ganz unterschiedliche und zum Teil erheblich schärfere Vorschriften. In einigen Ländern dieser Erde geht sogar bis zu 30 Jahre in den Knast, wer sich nicht an die geltenden Gesetze hält. So schlimm wird es in Spanien resp. auf Mallorca dann doch nicht, aber Strafen bis zu 225.000 Euro drohen hier demjenigen, der sich penetrant weigert, geltende Vorschriften zu beachten.

Klar ist jedem, dass auch in Spanien rund um Flughäfen (15 km Abstand) und über oder in der Nähe militärischer Sicherheitszonen absolutes Start- und Flugverbot gilt. Verboten sind Drohnen ebenso über Gebäuden oder gar städtischen Zonen, über Menschenmengen, Parks, Stränden, Konzerten, Festen usw. Flugverbot gilt auch während der Nacht oder ohne direkten Sichtkontakt zur Drohne oder auch ab einer Höhe von über 120 Metern. Alle Naturschutzgebiete sind absolutes Tabu ebenso wie der Flug über fremde Grundstücke oder Fincas. Die Auflistung ist nicht vollständig. Wer übrigens doch das eine oder andere Video oder Foto mit seiner Hobby-Drohne schießt und dies dann später in einem werbefinanzierten Blog oder kommerziellem Zusammenhang an die Öffentlichkeit bringt, unterliegt auch nachträglich den nochmals strengeren Auflagen und Bestimmungen der kommerziellen/professionellen Piloten.

Zu den Gesetzen bezüglich Drohnen in Spanien antwortete das spanische Fremdenverkehrsamt in Berlin:
„In Spanien wird unterschieden zwischen der professionellen bzw. kommerziellen Nutzung von Drohnen und einer privaten Nutzung als Freizeitbeschäftigung. Nur im ersten Fall müssten Sie bei einer staatlichen Behörde bestimmte Lizenzen einholen, die seit Oktober 2014 gesetzlich geregelt sind. Bei einer privaten Nutzung werden die kleineren Drohnen in Spanien dagegen als „Modellflugzeuge“ eingestuft und unterliegen somit der Regelung durch den „Königlichen Luftfahrtverband“ Real Federación Aeronautica de España (www.rfae.org). Außerdem sind hier auch die jeweiligen Autonomen Regionen und Kommunen zuständig. Bei der privaten Drohnennutzung ist grundsätzlich Folgendes zu beachten:
Die Modellflugzeuge/Drohnen dürfen eine Flughöhe von 120 Metern nicht überschreiten und weder über Gebäuden und städtischen Bereichen noch über Menschen fliegen. Von Menschen frequentierte Strände, Konzerte, Straßen jedweder Ortschaft, Parks, Sportplätze etc. sind also ausgeschlossen. Die Drohnen/Modellflugzeuge dürfen nur in dafür zugelassenen unbewohnten Gebieten fliegen. Bei Verstößen ist mit einer Anzeige und Sanktionen zu rechnen. Des Weiteren ist zu beachten, dass die Drohnen natürlich nicht in einen kontrollierten Flugraum eindringen dürfen, d.h. in einen Raum, in dem andere Arten von Luftfahrzeugen und Flugzeugen verkehren. Daher dürfen Drohnen auch nicht in der Nähe von Flughäfen geflogen werden.
Wichtig ist auch, dass Sie die Drohne mit der erforderlichen Sicherheit handhaben können. Denn in jedem Fall trägt der Pilot des Modellflugzeugs jedwede Verantwortung und wird für eventuelle Schäden haftbar gemacht.
Wenn Sie Luftbildaufnahmen doch kommerziell nutzen sollten, also z.B. verkaufen oder auf einem Blog veröffentlichen, der durch Werbung mitfinanziert wird, müssten Sie vorher eine „Verantwortungsübernahmeerklärung“ bei der Staatlichen Agentur für Luftsicherheit / Agencia Estatal de Seguridad Aerea (AESA) einreichen und eine Dreherlaubnis beantragen. Die E-Mail-Adresse der AESA lautet: drones.aesa@seguridadaerea.es“
Übrigens ist es angeraten, bei der vor Ort zuständigen Polizeistation der Guardia Civil nach den besonderen Bedingungen und um Erlaubnis zu fragen. Auf Mallorca ticken die Uhren meist etwas anders (oder vorsichtig: individueller) als im übrigen Spanien ...
(Quelle u.a.: my-way.de)
Martin Joachim

"tapa a tapa": Sie sind dabei!
"tapa a tapa": Sie sind dabei!

"tapa a tapa"

Schon wieder eine Delikatesse in Santanyi: Nach der gastronomischen Woche Ende April überrascht der Ort am kommenden Mai-Wochenende alle Freunde des guten Essens mit einer weiteren kulinarischen Veranstaltung. An der jährlichen Aktion "tapa a tapa" nehmen 16 Bars und Restaurants teil und laden zum Probieren von typischen Speisen, Salaten und Desserts ein. Nachmittags und abends fährt dann auch ein Mini-Zug mit Musik und Unterhaltung für die Kinder durch den Ort.

An der Aktion sind beteiligt: Alchemy, Can Chono, Can Gelat, Can Mañas, Can Piquer, Can Vadell, Cas Mosson, Casa María del 10, Es Coc, East 26, India, Llum de Sal, Pablo, Sa Cova, Sa Picada und Sa Plaça.
(Foto: mallorcadiario.com)


18 mobile Radarfallen gegen Raser

Die Verkehrspolizei (Dirección General de Tráfico (DGT) setzt auf Mallorca täglich 18 Fahrzeuge mit Radargeräten zur Geschwindigkeitskontrolle auf den Straßen mit Unfallschwerpunkten ein. Die mobilen Radarfallen ergänzen die 13 fest stationierten Überwachungskameras zur Überprüfung der insgesamt 399 Kilometer betroffenen Straßen. Geschwindigkeitsübertretungen werden in Spanien je nach Höhe sehr hart geahndet. Raser zahlen empfindliche Bußgelder, kassieren zudem Punkte im spanischen Verkehrsregister und riskieren im Extremfall sogar Haftstrafen. Gemessen werden Fahrzeuge von vorn oder von hinten, an manchen Stationen auch in beide Richtungen.

Zu den intensiv überwachten Strecken zählen u.a. die Straßen zwischen Llucmajor und Campos sowie die Verbindung zwischen Santanyi und Manacor.

Santanyi gilt als sicherste Gemeinde

Abseits gelegene und oft für Monate unbewohnte Fincas sind bevorzugte Ziele von Einbrechern und Dieben. Jetzt hat eine spanienweite Studie der "asociación empresarial del seguro" (UNESPA) zur Kriminalstatistik ergeben, dass Soller und Santanyi die sichersten Städte der Baleareninseln sind.

Kinder-Flohmarkt

Am Sonntag, 29. April, veranstalten Schüler des Colegio Bisbe Verger in Santanyi einen Kinder-Flohmarkt. Auf dem Schulgelände werden von 10 bis 14 Uhr Kinderwaren und Spielzeug aus zweiter Hand angeboten, außerdem bieten Schülerinnen und Schüler Snacks und Getränke an.

Lecker, lecker ...

Schon auf Hochtouren läuft seit dem 21. April die gastronomische Woche 2018 in Santanyi. Noch bis Sonntag, 29.4., haben Restaurant-Freunde Gelegenheit, zu vergünstigten Preisen wunderbare Menus zu genießen, die die zehn beteiligten Restaurants speziell für ihre Gäste zubereiten. Guten Appetit wünscht die Redaktion!

Per App zu finden: legale Feriendomizile
Per App zu finden: legale Feriendomizile

Transparenz oder totale Überwachung?

Legal oder nicht?
Legal oder nicht?

Legale Ferienobjekte: Datenbank als App für jedermann

Viele Behörden auf Mallorca sammeln sehr viele Daten. Nun, das kennt man ja auch von anderen Ämtern in anderen Ländern oder von Facebook und Google. Aber was Mallorcas Behörden über Ferienvermieter und Urlauber speichert – und veröffentlicht (!), ist schon eine heiße Nummer – und ebenso umstritten. Worum geht’s?

In aller Einmütigkeit öffnen Tourismusministerium, Finanzbehörde und Polizei gegenseitig ihre Datenbanken und Melderegister, führen die Daten zusammen und veröffentlichen sie schließlich in digitalisierter Form in einer einzigen Datenbank „Turisdata“, auf die jeder Interessierte Zugriff per Internet haben soll. Derzeit wird sogar eine App für Smartphone und Tablet vorbereitet.

Was die Datenbank beinhaltet und auch ausspuckt, ist aus verschiedenen Perspektiven höchst brisant. Einerseits soll sie - von der Politik beabsichtigt – Transparenz auf dem Ferienmarkt bringen. Mit wenigen Klicks kann der Urlauber prüfen, ob sein geplantes Urlaubsdomizil legal vermietet wird. Mit Turisdata halten die Ämter andererseits aber auch eine Datensammlung vor, die ihnen bei der Umsetzung des neuen Gesetzes zur Ferienvermietung, bei der Bewältigung und Steuerung des Massentourismus, bei der Bekämpfung von Steuerhinterziehungen, bei der Einnahme der Touristensteuer usw. gute Dienste leisten wird.

In Turisdata sind sämtliche (legalen) Objekte für die Ferienvermietung hinterlegt. Wer nicht drin ist, ist illegal! Und die Details zu jedem Objekt, die beflissen gesammelt wurden und werden, öffnen Inspektoren, Steuerfahndern, Wettbewerbern, genervten oder missgünstigen Nachbarn bis hin zu schlichten Denunzianten ein offenes Scheunentor.

Was wird denn alles so gespeichert? Ohne Anspruch auf Vollständigkeit hier eine Liste: Name des Ferienhauses, vollständige Adresse, Anzahl der Gästebetten, Anzahl der Zimmer, Name des Betreibers (z.B. die Vermietungsagentur, nicht unbedingt der Eigentümer), Registrierungsnummer. Außerdem sind dort nicht nur Ferienhäuser, sondern alle touristischen Unterkünfte und Restaurants mit entsprechenden Verlinkungen auf eine Lagekarte hinterlegt. Portale wie airbnb oder fewodirect müssen darüber hinaus Angaben zu Eigentümern und vermieteten Objekten herausrücken. Welche konkreten Daten nun letztlich wirklich öffentlich zugänglich sein werden, ist wohl auch noch eine Frage des Datenschutzes.

Ja, und außer für die öffentliche Datenbank ist seit Inkrafttreten der neuen Regelungen im August 2017 für alle Vermieter vorgeschrieben – wie bisher schon in Hotels - die Weitergabe umfassender Meldedaten aller Gäste wie z.B. Namen, Ausweisnummern, Geburtsdatum, Geschlecht, Staatszugehörigkeit, Ankunftsdatum, Zahl der Übernachtungen, Mietpreis. Diese Angaben müssen vierteljährlich gemeldet werden und dienen u.a. zur Ermittlung der Tourismus- resp. Ökosteuer.

An der gemeinsamen Datenbank Turisdata wird seitens der zuständigen und beteiligten Behörden schon seit Jahren intensiv gearbeitet. In Kürze, auf jeden Fall noch in diesem Jahr sollen Internetauftritt und App fertig sein und zum Einsatz kommen! Schöne neue Welt …
Martin Joachim

Frohe Ostern ...

Markt in Santanyi
Markt in Santanyi

… liebe Leserinnen und Leser!

Die Insel und auch Santanyi erwachen so langsam aus dem Winterschlaf. Die Zeit der einsamen Strände, der geschlossenen Restaurants und Geschäfte geht vorbei. An Markttagen öffnen immer mehr Verkaufsstände, Parkplätze in und um Santanyi werden wieder knapper. Dafür verzeichnet der Ort immer mehr Mietwagen, die Policia local kümmert sich wieder vermehrt um falsch parkende Touristen-Autos auf den gelben Randstreifen.

Milde Temperaturen verlocken wieder zum draußen sitzen mit Cafe con leche, und die ersten unerschrockenen Gäste tragen kurze Shorts und Tops mit Spagetti-Trägern. Nachvollziehbar nur, wenn man als „Einheimischer“ versteht, dass angesichts von heutigem Schneetreiben in Norddeutschland und verbreiteten Minusgraden in Deutschland dem Urlauber das Wetter hier auf der Insel mit sagen wir mal 17 Grad wie Hochsommer vorkommen muss.

Der Winter war lang genug - Zeit, dass wieder mehr Leben auf die Insel kommt. Noch geht es allerdings recht beschaulich zu, die „heiße“ Phase des Sommers steht uns allen aber mit Sicherheit bevor. Im August/September werden sich viele dann wieder auf das Ende der Saison und die bevorstehende Winterpause freuen.

Nun aber heiß es erst einmal: „Herzlich willkommen, liebe Urlaubsgäste – fühlen Sie sich wohl bei uns und genießen Sie die Zeit! Wir sind für Sie da!“

In diesem Sinne wünscht Santanyi Online Ihnen allen einen guten Start in eine erfolgreiche Saison bzw. viele wundervolle Urlaubstage!

Ihr
Martin Joachim

In aller Kürze

Stauseen sind voll
Die Stauseen auf Mallorca sind mit 98,6 Prozent inzwischen gut gefüllt. Die Regenfälle des Winters sorgten für die guten Trinkwasser-Vorräte. So dürfte Wasserknappheit wie etwa 2016 in diesem Jahr kein Thema sein.
Hotelpreise stiegen um 53,1 %.
Zwischen 2011 und 2017 stieg der Durchschnittspreis für Hotelübernachtungen auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera um 53,1 Prozent. Diese Steigerung ist deutlich höher als in anderen spanischen Regionen, so das Wirtschaftsministerium der Balearen. Den Besucherzahlen tat dies jedoch keinen Abbruch.
Airbnb und Tripadvisor sollen zahlen
Die beiden Reiseportale wurden von der Balearenregierung mit jeweils 300.000 Euro Bußgeldern belegt, weil sie auf ihren Internetseiten illegale Ferienvermietung zugelassen haben sollen. Anzeigen mit Angeboten von Ferienwohnungen, die den gesetzlichen Auflagen widersprechen, seien jedoch laut Aussagen von Tripadvisor vom Netz genommen worden. Dabei geht es um Ferienwohnungen, die keine Lizenz haben oder deren Registrierungsnummer nicht wie vorgeschrieben angegeben ist.

Langer Marsch im Büßerkleid

Prozession an Gründonnerstag in Palma
Prozession an Gründonnerstag in Palma

Überall auf Mallorca finden am Abend an Gründonnerstag und Karfreitag Prozessionen statt. Das beeindruckendste Schauspiel kann man wahrscheinlich in Palma erleben.

Sobald es dunkel geworden ist, setzt sich an der Spitalkirche, im Zentrum der Stadt, ein gespenstischer Zug in Bewegung. Begleitet von dumpfen Trommelschlägen ziehen Hunderte, wenn nicht gar tausende, unter hohen spitzen Kapuzen vermummte Gestalten, langsam durch die Stadt. Dutzende starker Männer quälen sich stundenlang als Träger von tonnenschweren, reich geschmückten Altären, mit großen Heiligenfiguren darauf. Büßergruppen, in Sackleinen gekleidet, schreiten unter Peitschenhieben und Kettenrasseln die Straßen entlang.

Die große Prozession der Bruderschaften ist der eindrucksvolle Höhepunkt der Semana Santa – der Osterwoche. Bis in die frühen Morgenstunden des Karfreitags dröhnen elegisch die dumpfen Trommeln und eine Büßergruppe nach der anderen zieht mit schweren Schritten vorbei. Wer über die Ostertage auf Mallorca weilt, sollte sich dieses einmalige Schauspiel auf keinen Fall entgehen lassen.

Die Karwoche gilt auf Mallorca als das längste religiöse Fest des Jahres. Die Tradition der Kutten und Kreuze geht auf die mittelalterlichen Zünfte zurück. Die wichtigste Prozession in Palma beginnt am Gründonnerstag um 19 Uhr. An ihr nehmen alle Bruderschaften der Stadt teil. Die Figur des „Cristo de la Sang“, die meist verehrte Christusfigur der Insel, wird aus der Kirche l'Anunciació zur Kathedrale getragen. Das dauert einige Stunden. Am Karfreitag ab 19 Uhr beginnt dann die „Prozession der Heiligen Grablegung".

Die „Kreuzabnahme" (Devallament) ist in Pollenca Höhepunkt der Osterfeierlichkeiten. Hier wird am Karfreitag ab 21 Uhr die Christusfigur auf dem Kalvarienberg vom Kreuz genommen und die 365 Stufen hinunter zur Gemeindekirche getragen. Ähnliche Feierlichkeiten gibt es in vielen weiteren Gemeinden Mallorcas (Übersicht: hier!). (Quellen: Mallorca Magazin, Inselradio u. bemerkenswelt.de; Foto: bemerkenswelt.de)

Foto: Martin Joachim
Foto: Martin Joachim

Reisetrends Mallorca 2018

Etwa 2/3 aller Deutschen werden ihren Urlaub auch 2018 im Ausland verbringen, ein Großteil davon im Mittelmeerraum. Mallorca ist hier ungebrochen das beliebteste Reiseziel der Deutschen, so Torsten Schäfer, Sprecher des DRV (Deutscher Reiseverband). Doch welche Trends sind erkennbar, wohin geht es mit dem Tourismus für die beliebte Baleareninsel im Jahr 2018?

Urlauber buchen früher und setzen verstärkt auf Frühbucherrabatte – Last Minute verliert an Bedeutung

„Immer mehr Urlauber zieht es auf die Balearen. Gerade Familien merken zunehmend, dass die beliebtesten Landhotels und besten Zimmer mit ausreichend Kapazitäten für Familien schnell ausgebucht sind. Daher bemerken wir zunehmend, dass die Zahl der sehr frühen Buchungen steigt“, so Knut Sievers, einer der Geschäftsführer von fincahotels.com. Wurden früher Buchungen 6-8 Monate vor Reisebeginn platziert, sind es heute nicht selten 8-12 Monate vor Anreise. Dabei setzen die Urlauber auch auf Frühbucherrabatte. Auf Last-Minute-Schnäppchen will sich heutzutage kaum noch einer verlassen. Allenfalls Paare und Einzelreisende, die sich spontan für einen Urlaub auf Mallorca entscheiden, nutzen die Chance auf Last-Minute-Rabatte.

Die Qualität steigt, das Angebot wird allerdings auch teurer
Es entstehen immer neue Hotels, die nicht auf den günstigen Massentourismus ausgerichtet sind, sondern Qualität bieten. Generell steigt die Zahl der 4-5 Sterne-Hotels, 2-3 Sterne-Hotels nehmen ab. Individuelle und moderne Einrichtung statt 08/15-Look zeichnet die neuen Hotels aus. Viele bestehende Hotels nutzen die Winterpause, um ihre Räumlichkeiten zu renovieren. Helle Farben und modernes Interieur, das gerne mit typisch mallorquinischen Elementen wie Holzbalkendecken oder Natursteinwänden kombiniert wird, liegen voll im Trend. Die Nachfrage nach typisch mallorquinischer Einrichtung mit dunklen Zimmern und dunklen Holzmöbeln sinkt merklich. Gleichzeitig steigt der Preis. Hat ein Doppelzimmer inkl. Frühstück für 2 Personen vor einigen Jahren noch 145 Euro/Nacht gekostet, liegt es heute schon bei rund 180 Euro.

Individuell ist gefragt
Natürlich spielt der Massentourismus auf Mallorca eine große Rolle. Aber volle Strände und reservierte Liegen schrecken Urlauber zunehmend ab. Die Zahl der kleinen Landhotels auf der Insel wächst kontinuierlich. Jedes Jahr öffnen neue Fincahotels ihre Pforten. Immer mehr Urlauber entziehen sich in den kleinen Hotels dem Trubel und genießen die Ruhe und Erholung in Hotels mit nur wenigen Zimmern.

Die Tourismussteuer steigt
Erst im vergangenen Jahr wurde die Touristensteuer eingeführt. 2018 soll sie schon wieder verdoppelt werden. In der kommenden Saison soll eine Familie zwischen 1-4 Euro pro Nacht und Kopf zahlen. Abhängig von der Art der Unterkunft, Dauer des Aufenthalts und Saison. Kinder unter 16 Jahre sind von dieser Abgabe allerdings befreit.

Saison wird verlängert
Die Bemühungen vom Spanischen Tourismusverband scheinen Früchte zu tragen. Die Saison auf Mallorca wird ausgeweitet. Zunehmend mehr Touristen entdecken Mallorca in der Nebensaison, zum Beispiel zur Zeit der Mandelblüte oder im Herbst. Hier ist vor allem ein Trend für Kurzaufenthalte zu verzeichnen.

Angebot an Ferienwohnungen verringert sich
Mit zunehmender Verknappung des Wohnraumes vor allem in den Städten geraten Portale für private Unterkünfte unter Beschuss. Die Balearenregierung erhöht daher die Kontrollen und Strafen für illegal vermietete Ferienwohnungen und vergibt bis auf weiteres keine neuen Lizenzen für die Ferienvermietung. Viele bisherige Anbieter von Ferienwohnungen ziehen sich daher aus der Vermietung zurück.

Zahl der Onlinebuchungen steigt – der Wunsch nach persönlicher Beratung bleibt aber ungebrochen
Jedes Jahr steigt die Zahl der Urlauber, die ihren Urlaub online über Buchungsportale buchen. Gleichzeitig steigt der Wunsch danach, die Urlaubsunterkunft und die Gegebenheiten bereits vor dem Urlaub bestmöglich zu kennen. Immer mehr Urlauber setzen daher auf die Beratung von Hotelexperten wie fincahotels.com, die die Unterkünfte persönlich kennen und einen direkten Draht zu den Hoteliers haben. Ein unschätzbarer Vorteil bei der Wahl des richtigen Urlaubsdomizils, den ein stationäres Reisebüro oder die großen anonymen Buchungsportale nicht bieten können und auch nicht wollen.

Weg vom reinen Erholungsurlaub – Land & Leute kennenlernen
War Mallorca lange ein Reiseziel, um die Seele baumeln zu lassen und reinen Strandurlaub zu verbringen, so ändert sich das Interesse der Urlauber zunehmend. Immer mehr Urlauber haben Interesse daran, Land und Leute sowie die Kultur der Insel kennen zu lernen. Immer mehr Touristen nutzen die Chance, mit einem Mietwagen auf eigene Faust die Insel zu erkunden. Immer mehr Urlauber zieht es ganz weg von den Touristenzentren ins Landesinnere, wo sie in kleinen, inhabergeführten Hotels das typisch mallorquinische Landleben genießen und die Küche und die Menschen des Landes kennen lernen.
Quelle: fincahotels.com

Wohin steuert der Tourismus in Santanyi?

Markttag in Santanyi - Sommer 2017
Markttag in Santanyi - Sommer 2017

Wieviele Touristen verträgt die Stadt?

Jetzt reicht’s! Auch in Santanyi macht sich bei Bewohnern zunehmend Unmut breit. In Palma gehen die Mallorquiner auf die Palme: inzwischen mit handfesten Aktionen gegen den (Massen)Tourismus! Schwappt die Stimmung auch bald über in unser so geliebtes Santanyi? Gespräche mit Betroffenen, aufgeschrieben und kommentiert von Martin Joachim.

Zunächst bleibt festzustellen, dass Touristen in Santanyi bei den Bewohnern nach wie vor beliebt und willkommen sind. Schließlich sind sie es ja auch, denen den meisten Einheimischen und Residenten ihre Existenz verdanken. Tourismus generell in Frage zu stellen, würde bedeuten, den eigenen Ast abzusägen, auf dem man sitzt. Das will niemand – und dafür gibt es auch keinen Grund. Überwiegend herrscht Harmonie zwischen beiden Seiten. Dennoch wird hier und da Kritik lauter, die zum Beispiel und vor allem den ungezügelten Ansturm an den Markttagen mittwochs und samstags ins Auge fasst.

Der Tourismus hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich und spürbar verändert – auch in Santanyi. Wer als Stammgast regelmäßig Santanyi besucht und kennt, wird den Wandel selbst bemerken. In den Sommermonaten ist vom gehobenen und ruhigen Tourismus des früheren Santanyi kaum noch etwas übrig geblieben. Massen, so scheint es, fallen über den kleinen Ort her und zerstören mit ihrer schieren Menge und leider auch ihrem teilweise ungebührlichen Verhalten die Beschaulichkeit und Atmosphäre, die den Ort einst auszeichneten bzw. ihn immer noch auszeichnen – von Oktober bis Mai/Juni.

Massen-Markt
Viel zu viele Touristen drängeln an den Markttagen durch den Ort. Ganze Busladungen werden aus allen Teilen der Insel herangekarrt. Schubweise stürmen Gruppen von Deutschen, Franzosen, Briten, und Angehörigen andere Nationalitäten die Gassen und über den Plaza. Hola, jetzt kommen wir! Viele tragen ihr „All-inclusive“-Bändchen am Handgelenk - und mit genau dieser Mentalität starten sie nun ihr Ausflugsprogramm. Die WCs von Restaurants und Läden werden als öffentliche Toilette „missbraucht“. In Geschäften wird von „Kunden“ mit schwitzigen Fingern alles angefasst und ausprobiert, die dann doch nichts kaufen. Hier eine Cola, da ein Wasser (und schnell nochmals zur Toilette!) – dann schiebt sich die Masse wieder Richtung Bus. Um 15 Uhr ist der Spuk vorbei; Santanyi findet sich wieder – bis zum nächsten Markttag.

Auto-Narren
Andere reisen mit dem Mietwagen an. Aus allen Richtungen wird es ab 9 Uhr eng rund um Santanyi. Leider kann man direkt auf der Plaza nicht parken; nein, leider auch nicht in unmittelbarer Umgebung. Aber jeder versucht es trotzdem! Einmal rum, zweimal, um schließlich doch auf dem gelben Parkverbot-Streifen an der einen oder anderen Ecke sein Auto loszuwerden. Ganz intelligente Automieter nutzen gern die gelb schraffierten Flächen, denn die werden ja so schön von den Mallorquinern frei gehalten! Extra für mich! Einheimische, die zur Arbeit in die Innenstadt müssen, parken dann auf der Umgehungsstraße, weil alles andere bereits zugeparkt ist. Eigentlich sollte man meinen, dass der, der im Ausland Auto fahren will, sich vorher wenigstens ein bisschen über die dort geltenden Regeln und Vorschriften informiert. Zum Beispiel, was gelbe Linien oder Halteverbotsschilder mit Monatsangaben oder Ziffern bedeuten. Rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr, Parken trotz eindeutiger Verbote, Einkaufen im Supermarkt, während das leere (!) Mietauto bei laufendem Motor samt Klimaanlage parkt. Wie asozial ist das denn? Diese Aufzählung ließe sich mit belegbaren Ereignissen beliebig fortsetzen.

Rücksicht? Respekt? Verständnis? Fehlanzeige. Wozu auch, ich hab ja bezahlt!

Hitze: für die einen perfekter Urlaub, für die anderen Zusatzstress bei der Arbeit
Nun erlebt Mallorca schon seit Wochen mit teilweise 40 Grad im Schatten den heißesten Sommer der letzten Jahrzehnte. Und mehr Millionen Touristen als in diesem Rekordjahr bevölkerten auch noch niemals die kleine Insel. Ja, knapp 40 Grad: gestern, heute und morgen auch wieder! Endlich Sonne satt, Strand, Meer, Pool, dann abends vielleicht zum Essen gehen. Schöner Urlaub. So sehen es die Touristen – und es sei ihnen allen von Herzen gegönnt, vor allem wenn sie aus dem Wetterchaos in Deutschland fliehen konnten. Aber ist es zu viel verlangt, bei kleinen Unzulänglichkeiten oder Fehlern, die passieren, mal kurz darüber nachzudenken, wo man sich befindet? Dass man trotz Bezahlung auch Gast im Land ist? Dass die Insel und ihre Infrastruktur nicht so perfekt funktionieren wie vielleicht zuhause? Dass sich Dienstleister – ob in der Gastronomie, in den Geschäften, in der Finca-Betreuung, im Service allgemein – trotz der Hitze wirklich alle Mühe geben, um es den Urlaubern so angenehm wie möglich zu machen?

Marathon bei 40 Grad: Koch und Kellnerin geben das Beste für die Gäste
Köche arbeiten bei gnadenlosen Temperaturen in der Küche, damit es den Gästen schmeckt. Klima gibt es da nicht! Sie schwitzen und hetzen, damit auch das 87. Gericht heute Abend genauso gut zubereitet ist wie das erste. Die Kellnerin balanciert ihr Tablett mittags in gleißender Sonne über die Terrasse, um dem Gast unterm Sonnenschirm schnell sein kühles Bier zu servieren. Jeden Tag, jeden Abend – Kilometer um Kilometer, 10 Stunden und mehr sind eher die Regel als die Ausnahme. Vielleicht, wenn sie Glück hat, einen Tag frei pro Woche. Aber nie an Markttagen. Nie Urlaub in der Saison zwischen April und Oktober. Und dann endet meist sogar der gesamte Arbeitsvertrag. Vielleicht im nächsten Jahr ab April wieder einen neuen? Vielleicht! Alle müssen im Sommer so viel arbeiten und verdienen, dass es auch im Winter für Miete, Strom, Ofenholz und Lebensmittel reicht.

Vom Chaos zur Oase: putzen, waschen, pflegen im Rekordtempo
Samstag ist Bettenwechsel. Um 10 Uhr reist Familie Müller mit ihren drei Kindern per Mietwagen von der Finca Rusticus ab. Per Mietwagen oder falls nicht vorhanden, lieber Hausbetreuer, könnten Sie uns schnell mal eben kurz zwischendurch zum Flughafen bringen – ist ja nicht weit? Gerne doch! Danke! So, die Müllers sind weg. Um 16 Uhr wollen die Lehmanns ihr Urlaubsdomizil beziehen. Bis dahin muss alles wieder so aussehen, als seien sie die ersten Mieter und die Müllers nie hier gewesen. Bäder, Duschen, Küche, Müll, Betten, Handtücher, Garten, Pool – alles muss bis dahin wieder tipptopp sein. Die Servicekräfte und Putzfrauen sind um 10.00 Uhr angerückt und dürfen sich bis 15.30 Uhr keine Pause leisten. Auch nicht bei 41 Grad. Sonst schaffen sie es nicht, in der kurzen Zeit aus dem hinterlassenen Chaos eine bewohnbare und saubere Urlaubsfinca herzurichten. Als Willkommensgruß ein Fläschchen mallorquinischen Rotwein auf den Tisch, ein paar Flaschen Wasser in den Kühlschrank – die Gäste sollen sich wohlfühlen. Danach schnell noch zu dem anderen Haus, in dem das wöchentliche Saubermachen ansteht, bevor die Gäste vom Tagesausflug zurückkehren. So, 18.30 Uhr, für heute Feierabend. Zum Strand? Nee, zu kaputt, ab ins Bett! Morgen um 6.30 Uhr wieder raus, Pool und Garten im Chalet in Cala LLombards pflegen usw usw …

Die Liste – wie schon gesagt – könnte beliebig mit weiteren Beispielen angereichert werden.

Masse statt Klasse?
Nun strömen die Massen durch die Gassen – auch in Santanyi. Quantität statt Qualität. Darf man das so sagen? Viele Touristen, die heute nach Santanyi kommen, sind andere als die, die bisher regelmäßig unsere Stadt besucht haben. Da sind sich Ladenbesitzer, Gastronomen, Marktbeschicker und Haus-Dienstleister ziemlich einig. „Einige Stammgäste, die sonst jedes Jahr gekommen sind, bleiben weg. Im Juli und August ist es ihnen zu voll, zu laut und nicht mehr ‚ihr‘ Santanyi. Wenn sie können, weichen sie auf die Nebensaison aus. Manche meiden die Insel inzwischen ganz.“ heißt es unisono. Wer sich mit einheimischen oder hier lebenden deutschen Selbstständigen aus der Dienstleistungsbranche an einen Tisch setzt, hört nicht viel Gutes über die „neuen“ Touristen: „Die gucken nur und kaufen nichts.“ – „Alle Klamotten werden angetatscht, anprobiert und dann in der Umkleide hängen gelassen. Adios!“ – „6 Personen am Tisch, jeder ein Getränk, abrechnen bitte einzeln…“ – „Die Gäste sind zum Strand, die Klimaanlage läuft auf Hochtouren, das Fenster steht offen.“

Mal ein "Danke" statt Beschwerde
Unhöflich, rücksichts- und verständnislos seien manche Urlauber. Subjektive Wertungen Einzelner, die sich tagtäglich um guten Service für ihre Gäste bemühen? Sicherlich, aber man hört sie immer häufiger. Oder wachsende Frustration und Enttäuschung darüber, dass ihre Leistung nicht gewürdigt und anerkannt wird? Dass alles selbstverständlich zu sein scheint. Wenn Kritik geübt wird, dann als Beschwerde. Nie ein Danke, selten ein Lob. Auch dies sind Einzelmeinungen, aber es werden mehr.

Es lohnt sich wohl für beide Seiten, gelegentlich den Blickwinkel zu ändern und sich in die Situation des Gegenübers zu versetzen. Doch ob das genügt? Vielmehr scheint es immer dringlicher zu werden, dass sich Politik, Behörden und Wirtschaft in Santanyi gemeinsam Gedanken darüber machen, wie aufkommende Probleme des Massentourismus für unseren Ort nachhaltig zu lösen sind (siehe auch das Chaos um Cala Mondrago und S’Almunia. Santanyi hat es verdient!

Fitness, Freibad: fertig!

Niegel-Nagel-Neu: Fitnessgeräte
Niegel-Nagel-Neu: Fitnessgeräte

Von Fitness-Freunden und Wasser-Nixen lange und sehnsuchtsvoll erwartet: die Eröffnung des "neuen" Hallen/Freibades in Santanyi. Nach gründlicher Sanierung und mit neuen Fitnessräumen öffnet das piscina Santanyi nun am kommenden Donnerstag (15.6.) seine Pforten. Anmeldungen zu speziellen Kursen und Abonnements werden schon jetzt entgegengenommen.

Bereits mehrfach hatten wir über die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten am Schwimmbad geschrieben. Sie zogen sich unerwartet lange hin. Nun hat das Warten ein Ende. Santanyi Online konnte heute einen ersten Einblick in die neuen Räumlichkeiten gewinnen und ist beeindruckt. Der Innenpool mit dem verschiebbaren Glasdach, das Außenbecken, Jakuzzi, feine Umkleideräume mit Duschen, Geräteräume, zwei große Multifunktionsräume usw. hinterlassen einen hervorragenden Eindruck. Auch die Vielfalt der angeboteten Kurse sowohl für Schwimmen als auch für Fitness kann überzeugen.

Die Preise klingen moderat. Die Tageskarte für das Schwimmbad kostet 6 Euro, die Monatskarte 20 und das Jahresticket 120 Euro. Jeweils inklusive ist auch die Benutzung des Bades in Cala d'Or. Die Nutzung der Fitness-Einrichtungen beginnt bei 25 Euro/Monat, das VIP-Abonnement inklusive der Nutzung aller Einrichtungen (auch in Cala d'Or) mit Schwimmbad und sämtlichen gewünschten geleiteten Kursen kostet 50 Euro im Monat.

Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 7 Uhr bis 22 Uhr, samstags von 9 bis 21 Uhr und sonntags von 9 bis 13 Uhr. Das piscina Santanyi soll ganzjährig in Betrieb sein.
-mj-

Strandgeflüster ...

Cala S'Almunia
Cala S'Almunia

Santanyi ist umgeben von den schönsten Stränden und Buchten der Insel, darunter der berühmte "Karibikstrand" Es Trenc und der verträumte "Geheimtipp" Cala s'Almunia. Gerade um diese beiden attraktiven Plätze herrscht im Augenblick ein gehöriger Wirbel - von Staats wegen sozusagen.
Worum geht's? Kurz gesagt: Am Es Trenc werden die Strandbuden platt gemacht. Zur Cala s'Almunia wurde die Zufahrt für Autos dicht gemacht. So einfach ist die Sachlage jedoch nicht. Nur die Hintergründe sind in beiden Fällen ähnlich: Umwelt- und Naturschutz.

Es Trenc
Der Kilometer lange Naturstrand Es Trenc zwischen Colonia Sant Jordi und Sa Rapita gilt als der Traumstrand für Einheimische und Touristen schlechthin. Klares Wasser vor der Nase, feinster Sand unter den Füßen und Dünen im Rücken - was willst du mehr?! Nun ja, die aktuelle Regierung der Balearen hat sich den Schutz der Natur ganz oben auf die Fahne geschrieben und stellt dabei auch eingespielte Regelungen auf den Prüfstand. So wurde bereits im letzten Jahr die bisherige Parkplatzbewirtschaftung in Ses Covetes (an der übrigens private Grundstücksbesitzer nicht ganz legal gut verdient hatten) sagen wir mal neu gestaltet. Nur wenige Abstellmöglichkeiten für Autos blieben übrig, mit Shuttlebussen wurde/wird der Transport zum begehrten Strand organisiert.

Aber der Es Trenc kommt nicht zur Ruhe. Regierungs- und gerichtsseitig wurde nun entschieden, dass auch die bisherigen 6 Strandbuden nicht weiter betrieben werden dürfen. Sie waren ganzjährig an Ort und Stelle, mit Betonfundament, Toiletten, Wasser usw. Diese Lizenz wurde nun entzogen - die 6 Buden werden in Kürze (voraussichtlich noch im Juni) von der Gemeinde Campos komplett abgerissen. Kosten: rund 90.000 Euro. Erlaubt sind künftig nur noch mobile chiringuitos, die zum Ende der Saison vollständig entfernt werden können (und müssen) - bis zur nächsten Saison. Nach dem Abriss der Altbestände will der Bürgermeister von Campos dann schnellstmöglich Lizenzen für neue mobile Strandbuden mit Liegen und Sonnenschirmen vergeben. Schade dabei am Rande auch, dass Einheimische und Residenten bei langen Strandspaziergängen im Winter keine Einkehrmöglichkeit mehr haben werden.

s'Almunia
Die winzige Bucht in der Nähe von Cala Llombards hat es als romantischer Geheimtipp in jeden Reiseführer geschafft, ebenso wie Caló des Moro - beide sind seit Jahren während der Saison völlig überlaufen. Damit verschärfte sich jährlich auch das Parkproblem an den engen Zufahrtsstraßen zur Bucht. Anwohner, Polizei und Feuerwehr fanden kaum noch ein Durchkommen. Selbst Verbotsschilder und gelbe Streifen am Straßenrand (Parkverbot!) mit entsprechenden Sanktionen milderten das Chaos nicht.

Nun griff die Stadtvewaltung Santanyi durch: Seit Mai ist die Zufahrt außer für Anlieger komplett gesperrt. Wer also partout zur s'Almunia will, muss sich wohl oder übel im Örtchen Cala Llombards einen Parkplatz suchen (die Einwohner wird's freuen!) oder sich gleich mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Bucht begeben. Immerhin bietet die Gemeinde voraussichtlich ab Juni einen Bus-Shuttle an. Der bringt etwa stündlich Besucher zu den Badebuchten und nach Cala Llombards. Abfahrt in Santanyi soll dann im Gewerbegebiet s'Olivó sein (dort, wo auch der Lidl ist). Geprüft wird übrigens - wieder einmal - auch eine Busverbindung zwischen s'Amarador, Cala Figuera, Cala Santanyí, Son Moja und Santanyí.

Ob das jemals realisiert wird? Siehe nächster Artikel ...

Eröffnung zu Ostern? Aber in welchem Jahr???

Schon mehrfach berichteten wir über die Sanierung, Erweiterung und Wiedereröffnung des Schwimmbades in Santanyi.
Letztmalig kündigten wir - zweifelnd - den Neustart zu Ostern an (siehe Artikel weiter unten: "Was man so hört"). Leider waren die Bedenken erneut berechtigt, denn langsam nähern wir uns Pfingsten und das Bad macht schon von außen nicht den Eindruck, als ob in Kürze dort Fitness oder Schwimmen möglich ist. Der von der Gemeinde gewonnene Betreiber "Algalia Sport S.L. Technical Sports Management" aus Algaida hat sich laut eigener Aussage auf Verwaltung, Betrieb und Förderung von Sport(anlagen) in öffentlicher Hand spezialisiert und betreibt Sportanlagen u.a. in Algaida und Porreres. Vom angeblich neuen Projekt in Santanyi schreibt die Firma weder auf ihrer Homepage noch in den sozialen Medien etwas, wobei die Facebook-Seite sogar komplett verwaist ist. Nun ja, leider müssen sportlich Interessierte nun weiter nach Alternativen Ausschau halten - bevor wir hier vielleicht doch eines Tages oder Jahres (?) erfreut über die Eröffnung des Bades in Santanyi berichten können.

Massive Kritik an Airbnb

Airbnb-Unterkünfte in Santanyi (terraferida.cat)
Airbnb-Unterkünfte in Santanyi (terraferida.cat)

Airbnb, bekannt als weltweit aktive Vermietungsplattform im Internet, gerät in die Kritik. Allein bei Airbnb standen auf Mallorca im März 2017 genau 14.858 Unterkünfte mit insgesamt fast 110.000 Gästebetten zur Verfügung - die meisten illegal, so berichten Umweltschützer.
Damit hat sich die Zahl der bei Airbnb angebotenen Betten in einem Jahr verdoppelt. Diese und weitere Zahlen veröffentlicht die Umweltschutzorganisation Terraferida auf ihrer Internetseite (terreaferida.cat). Ihr Sprecher Jaume Adrover erklärte, dass auf Mallorca rund 70.000 Betten im Internet ohne die notwendige Lizenz zur Ferienvermietung und somit illegal angeboten werden. Terraferida fordert deshalb von der Balearenregierung stärkere Kontrollen und entsprechende Sanktionen gegen illegale Vermietungen. Auf ihrer Homepage hat Terraferida Karten online gestellt, auf denen sich die angebotenen Airbnb-Wohnungen lokalisieren lassen.

Die Verantwortlichen des internationalen Konzerns Airbnb versuchen weiter, die Ferienvermietung zu verteidigen. Ein absolutes Verbot würde tausende Familien der Mittelklasse treffen, die durch die Vermietung ein Zusatzeinkommen erlangen. Außerdem seien die Zahlen mit Sorgfalt zu betrachten.

Dazu passt die Meldung, dass die Stadtverwaltung Palma keine Ferienvermietung von Apartments in der Stadt mehr zulassen will, um der herrschenden Wohnungsnot in Mallorcas Hauptstadt zu bekämpfen. Baudezernat und Tourismusministerium wollen eng koperieren; Verstöße gegen das Gesetzesprojekt sollen mit bis zu 40.000 Euro geahndet werden. Die Mietpreise für normalen Wohnraum in Palma stiegen in den vergangenen 4 Jahren um 40 Prozent; Haushalte müssen im Schnitt 36 Prozent ihres Monatsnettos für die Miete ausgeben.

Auch die Partei "Podemos" kritiseirt die derzeitige Tourismuspolitik Mallorcas: "Die Dinge können nicht so bleiben, wie sie sind. Das Recht auf Wohnraum muss vor den touristischen Interessen stehen", sagte Podemos-Sprecherin Laura Camargo.

Der Streit um die künftige Tourismus-Politik der Baleareninsel geht in die nächste Runde ...

S'Almonia wird gesperrt

Die Gemeinde Santanyí will den öffentlichen Verkehr in den Küstenegionen neu regeln. Verschiedene Strände sollen dann nicht mehr mit dem Fahrzeug erreichbar sein.
Bereits beschlossen wurde, dass im Sommer die Zufahrt zur Cala S'Almonia für Autos gesperrt wird. Ziel ist es, das Verkehrschaos in den Griff zu bekommen, das normalerweise zur Hauptsaison rund um den beliebten Strandabschnitt auftritt. Wie Bürgermeister Llorenc Galmés erklärte, müsse zu jeder Zeit die Zufahrt für Rettungs- und Einsatzfahrzuege gewährleistet sein. Die Sicherheit stehe an erster Stelle. Jetzt müsse eine Möglichkeit gefunden werden, die Zufahrt für Residenten trotzdem aufrechtzuerhalten. Für Touristen könnte ein Shuttle-Bus zum Einsatz kommen. Dieser solle vom Industriegebiet in Santanyí zur Cala S'Almonia und Caló des Moro fahren. (Quelle: Inselzeitung)

Sa Cova: Bald wieder Szene-Treff?
Sa Cova: Bald wieder Szene-Treff?

Was man so hört ...

Bald ist Ostern und so langsam kommt wieder Bewegung in den Ort und seine Nachbargemeinden. Der Saisonauftakt steht bevor, alles putzt sich heraus, baut um oder neu, bereitet sich auf den Ansturm der Touristen vor. Was sich so tut - hier eine Auswahl:

Fitness
Lange angekündigt, aber jetzt soll es wirklich eröffnet werden: das Schwimmbad mit Fitnesscenter. Das Unternehmen Algalia Sport hat die Ausschreibung als Betreiber gewonnen; das Ajuntament Santanyi hofft nun, dass sich die Investitionen in Bad und Sporträume rechnen werden. Kurz vor Ostern will der Betreiber mit Gymnastik, Schwimmkursen, Aquagym, Kampfsport und Salsa-Kursen das Center eröffnen. Geplante Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 7 bis 22 Uhr sowie Samstag von 9 bis 21 Uhr und Sonntag von 9 bis 14 Uhr.

Sa Cova
Die Traditions-Bar "Sa Cova" am Marktplatz hat seit kurzem neue Betreiber, die sich mit großem Aufwand auf die "Wiedergeburt" des bekannten Szene-Treffs vorbereiten. Bis Juni, so haben es sich die Partner vorgenommen, sollen die Arbeiten fertig sein und Eröffnung gefeiert werden. Viele Alteingesessene und Residenten freuen sich schon auf diesen Tag - auch um der alten Zeiten als Musikkneipe wegen. Man darf gespannt sein ...

Deli in Campos
Erst vor einigen Tagen kündigten die Besitzer des deutschen Supermarktes "Deli" in Campos via Facebook ihren Abschied und die Schließung ihres Geschäftes an. Dennoch müssen sich Stammkunden des "Deli" keine neue Einkaufsadresse suchen. Am 3. April wird der Delikatessen-Laden unter neuer Leitung wieder eröffnet.

Ausbau der Strecke Campos - Llucmajor
Leider wieder einmal verschoben wurde jetzt der Ausbau "der gefährlichsten Starße der Insel". Schon mehrfach angekündigt - zuletzt für Anfang dieses Jahres - soll die Entschärfung der Verbindung zwischen den beiden Orten nun im Herbst beginnen. Wer von Palma oder eben vom Flughafen nach Santanyi will, kommt an dieser eigentlich gut gebauten Straße kaum vorbei. Dennoch gilt der Streckenabschnitt als extrem gefährlich und zählt zu den absoluten Unfallschwerpunkten Mallorcas. Also bitte vorsichtig und defensiv fahren und am besten auf's Überholen ganz verzichten!

Winterausstellung 2017 Galeria Klee

Martin Joachim, renommierter Fotograf aus Deutschland,
Jaro Schlesiona, arrivierter Künstler aus Deutschland und
Denis Leger, renommierter Fotograf aus Frankreich
stellen ihre Arbeiten aus.

In der Galeria Klee in Santanyi sind ab sofort Bilder der drei Künstler zu sehen. Neu dabei sind Arbeiten des Fotokünstlers Martin Joachim aus Cala Santanyi. Seine Motive wurden allesamt auf Mallorca aufgenommen und manuell sowie am PC weiter verarbeitet, bis sie die endgültige Ausstrahlung und Wirkung erreichen. Die großformatigen Werke werden schließlich mit einem speziellen Verfahren auf Holz gedruckt. Weitere Motive finden sich auf der Homepage des Künstlers www.mallorcafoto.es

Galeria Klee
Carrer de Palma 28, 07650 Santanyi
www.galeria-klee.com
Ausstellungsdauer: 14.01.2017 – 14.04.2017
Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag 10:00 – 14:00 Uhr

Fotokunst von Martin Joachim

Reiserücktritt für Hunde

Wau! - LTA erweitert Reiserücktrittschutz für Hundebesitzer! Bereits im letzten Jahr hatte das Unternehmen Lifecard-Travel-Assistance Gesellschaft für Reiseschutz mbH (LTA) bei Versicherungsfällen für den Reiserücktritt auch die Erkrankung von Hunden eingeführt. Zum Jahreswechsel wurde der Umfang des Schutzes jetzt noch erweitert - und er gilt sogar dann, wenn der Vierbeiner vorher nicht zur Reise angemeldet war.

Sonnencreme, Stadtplan, Kamera, Reiserücktrittsschutz - an alles wird beim lang geplanten und herbeigesehnten Urlaub gedacht. Umso ärgerlicher, wenn die Reise wegen Krankheit dann doch nicht angetreten werden kann und tatsächlich der Versicherungsschutz für den Reiserücktritt in Anspruch genommen werden muss. Was jedoch, wenn nicht der Versicherungsnehmer, sondern dessen Hund so schwer erkrankt, dass der Urlaubsantritt nicht möglich ist? Die LTA bietet Hundebesitzern spezielle Versicherungsangebote, die genau diesen Fall abdecken.

Versicherungsschutz auch ohne vorherige Anmeldung des Hundes
Falls der Hund vor Reiseantritt schwer erkrankt oder eine schwere Unfallverletzung erleidet, greift schon seit dem letzten Jahr der Versicherungsschutz zum Reiserücktritt der LTA. Diese Regelung wurde jetzt erweitert und gilt nun sogar ohne die Voraussetzung, dass der Vierbeiner mitreisen sollte und zur Reise angemeldet war. Die neue Regelung zum Reiserücktrittsschutz greift somit auch, wenn vorher nicht feststand, dass der Hund mit auf die Reise kommen sollte und deshalb zunächst nicht mit zum Urlaub angemeldet wurde. Herrchen und Frauchen können bei den Reiseschutzpaketen der LTA für den Urlaub mit Hund aus einem umfangreichen Angebot auswählen und sind nun Dank der Erweiterung der „Hunde-Klausel" vor allen Eventualitäten geschützt. Weitere Informationen auf www.lta-reiseschutz.de.


Diesen Sommer alles ausverkauft

Große Nachfrage in Mallorca: Das liebste Reiseziel der Deutschen ist für den Sommer 2017 ausgebucht, behauptet ein Tourismuskonzern. Reiseveranstalter sprechen nun Empfehlungen aus, wie es mit dem Mallorca-Urlaub noch klappen soll.
Urlaub auf der Lieblingsinsel der Deutschen scheint in diesem Jahr begehrter denn je. Viele Reiseveranstalter erhöhen ihre Hotelkapazitäten und Preise, und die Deutschen buchen und buchen. Mallorca könnte wegen der Touristenströme, die auch aus anderen europäischen Ländern auf die Insel drängen, langsam an seine Grenzen stoßen: "Für diesen Sommer ist alles ausverkauft", zitierte die Mallorca Zeitung bereits Juan Jose Hidalgo, Geschäftsführer des Tourismuskonzerns Globalia, zu dem zum Beispiel die Hotelkette Be Live und die Fluggesellschaft Air Europa gehören. Die Nachfrage sei groß, und allen Anbietern fehlten weitere Betten, sagte Hidalgo.

Bei deutschen Reiseveranstaltern heißt es, noch gebe es genügend für Urlauber buchbare Zimmer. Sie erklären jedoch auch: Die Nachfrage sei höher als 2016, als die Ferieninsel einen Rekordsommer erlebt hat. Mallorca-Urlauber buchen auch wieder früher – und das Resultat sei, dass viele Hotels schon früh ausgebucht sein werden, sagt Jens Haege, Portfoliomanager für die Veranstalter ITS und Jahn Reisen.

Wann mit der Buchung nicht gezögert werden darf
Deshalb raten die Veranstalter: Wer zur Hauptsaison – besonders in den Sommerferien – nach Mallorca fliegen möchte, der sollte zeitnah buchen. Anderenfalls könnten das Wunschhotel oder der gewünschte Abreiseflughafen nicht mehr verfügbar sein, heißt es bei der Tui. Auch wenn Urlauber an bestimmte Zeiten gebunden sind, sollten sie die Buchung nicht zu lange hinauszögern, rät Sabine Wittmann von FTI. Außerhalb der Ferien sei die Auswahl größer, heißt es bei Thomas Cook. Noch können Urlauber bei vielen Veranstaltern von Frühbucherangeboten profitieren. Wer auf den letzten Drücker eine Mallorca-Reise buchen möchte, könnte dagegen dieses Jahr Pech haben. Sabine Wittmann geht wegen der aktuellen Nachfrage davon aus, dass es bei FTI weniger Last-Minute-Angebote geben werde als im Vorjahr.

Spanien im Allgemeinen und Mallorca im Besonderen profitieren von einer schwächeren Nachfrage in anderen Reisezielen wie der Türkei oder nordafrikanischen Ländern, erklärt die Tui. Spanien gilt als eine „sichere Destination", sagt Jens Reichardt von Dertour. Darauf legen viele Urlauber im Moment großen Wert. (Die Welt)


Römisches Wrack vor Cabrera

Archäologen haben im Meer vor Mallorca ein etwa 1800 Jahre altes römisches Schiffswrack entdeckt. Es liegt in etwa 70 Metern Tiefe in der Nähe der Insel Cabrera, knapp 14 Kilometer südlich von Mallorca, wie am Freitag bei der Präsentation des außergewöhnlichen Fundes bekannt gegeben wurde. Das Wrack sei unter einem Berg antiker Amphoren begraben, zitierte die «Mallorca Zeitung» die Experten. Zwei professionelle Taucher hatten das antike Schiff schon im vergangenen Oktober entdeckt und fotografiert. (dpa)

Parken in Ses Covetes

Nun soll es demnächst doch wieder einen Parkplatz in Ses Covetes und damit direkt am beliebten Naturstrand Es Trenc geben. Nach heftigen Beschwerden über die Schließung einiger Parkplätze in Ses Covetes Ende 2014 will das Umweltministerium bei den neuen Plänen für das Naturschutzgebiet wieder einen Parkplatz zulassen. Die vorherigen Plätze waren in Privatbesitz und illegal als Parkraum bewirtschaftet. Zur Zeit können Besucher des Strandes einen Shuttelbus nutzen, der von den Parkplätzen am Yachthafen in Sa Rapita nach Ses Covetes und zurück pendelt.

Streitfall Handtuch

Kaum ein Etikett heftet hiesigen Urlaubern so sehr an wie das, Weltmeister im Reservieren von Liegestühlen zu sein. Zu Unrecht, meinen viele Bundesbürger. Bei einer aktuellen Studie sagten jetzt über 42 Prozent der Befragten: „Ich halte das nicht für ein deutsches Phänomen, Urlauber aus anderen Ländern machen das auch.“

Gefragt, was Touristen wohl dazu veranlassen könnte, sich eine Liege zu reservieren, antwortete ein Drittel der Studien-Teilnehmer: „Aus Angst, keinen guten Platz mehr zu bekommen.“ 15 Prozent vermuten, dass die Betreffenden einfach gerne ihr Eigentum markieren wollen. 11 Prozent halten das Reservieren von Liegestühlen für eine Art Tradition – ähnlich wie das Klatschen nach der Landung des Ferienfliegers.

Wie die repräsentative Erhebung zeigt, stößt es bei anderen Hotelgästen allerdings auf wenig Gegenliebe, wenn man sich vorsorglich ein Plätzchen am Pool oder Strand mit einem Handtuch sichert. Nur knapp 6 Prozent der Befragten finden das durchaus legitim. Nach dem Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt eben zuerst.“ Die große Mehrheit hat jedoch kein Verständnis. So sagt fast jeder Zweite (46 Prozent), dass ein solches Verhalten extrem egoistisch ist. Weitere 29 Prozent halten es für peinlich.

Männer leichter reizbar
Auch wenn die meisten laut Studie die „Blockierer“ ignorieren, kommt es häufig zum Knatsch – vor allem männliche Urlauber sind demnach deutlich seltener bereit, das Reservieren von Liegestühlen stillschweigend zu akzeptieren. Insgesamt 3 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich ärgern und einen Streit mit der fremden Person beginnen. 14 Prozent weisen den Betreffenden im Gespräch direkt daraufhin, dass sein Verhalten ihrer Meinung nach nicht in Ordnung ist. 16 Prozent beschweren sich beim Hotelpersonal. Gut jeder Fünfte (17 Prozent) entfernt das Handtuch einfach.

Lieber zahlen als früh aufstehen
Interessant: Wenn es offiziell vom Hotel angeboten werden würde, könnten sich mehr als die Hälfte aller Bundesbürger durchaus vorstellen, einen Reservierungsservice für Liegen zu nutzen. „Aber nur wenn es kostenlos wäre“, betonen 39 Prozent. 14 Prozent hätten auch kein Problem, den einen oder anderen Euro dafür zu bezahlen. Zumal viele Deutsche eigenen Angaben zufolge schon deshalb nicht auf die Idee kommen, ihr „Revier“ am Pool oder Strand mit einem Handtuch zu markieren, weil ihnen das frühe Aufstehen in den Ferien zu stressig ist.

Und welche Angewohnheiten anderer Urlauber nerven Reisende noch? Nachfolgend ein Ranking:
- Wenn sie rücksichtlos und laut sind (84 Prozent)
- Wenn sie schon mittags betrunken sind (69 Prozent)
- Wenn sie sich den Teller am Buffet gierig vollladen (57 Prozent)
- Wenn sie das Hotelpersonal unnötig herumscheuchen (51 Prozent)
- Wenn sie sich laufend beschweren (51 Prozent)
- Wenn sie versuchen, eine Sprache zu sprechen, die sie nicht können (15 Prozent)
Quelle: L'TUR


Sauftouristen unerwünscht

Der Rekordansturm von Urlaubern hilft der Urlaubsinsel auch im Kampf gegen den „Sauftourismus“. Es gebe mittlerweile so viele Besucher, dass man wählerisch sein könne. „Touristen, die sich eine Woche lang betrinken wollen, brauchen wir nicht“, sagte José Hila, Bürgermeister der Inselhauptstadt Palma gegenüber der „Mallorca Zeitung“. Bereits im März hatte Palma einzelne Abschnitte der Playa zu Interventionszonen erklärt; hier sind Saufgelage verboten. Am „Ballermann“ ist seit Ende Mai Trinken und Gröhlen auf der Straße untersagt. Wer sich darüber hinwegsetzt, muss mit Geldbußen von 1.500 bis 3.000 Euro rechnen.

Santanyi sucht Steuersünder

Santanyi gehört zu den 20 Gemeinden auf Mallorca, die in Zusammenarbeit mit dem spanischen Finanzministerium Steuersündern unter den Immobilienbesitzern auf der Spur sind.
Mit einem eigens angemieteten Flugzeug hatte das Ministerium die Insel überflogen und Luftaufnahmen angefertigt. Laut der Tageszeitung Ultima Hora wurden die Beamten bei 21.652 Immobilien auf den Balearen auf Ungereimtheiten aufmerksam. Sie entdeckten Abweichungen zu den Angaben im Katasteramt. Die Daten wurden den jeweiligen Gemeinden zur konkreten Überprüfung vor Ort und gegebenenfalls bei Vergehen zur Verhängung entsprechender Strafen und Steuernachforderungen übergeben. Betroffen bei den 21.652 Fällen sind z.B. die illegale Neuerrichtung bzw. die neue Nutzung vorhandener Gebäude, illegale Ausbauten und Erweiterungen von Gebäuden sowie Swimingpools ohne Genehmigung. Ertappte Eigentümer werden wohl auf jeden Fall die Grundsteuer für die letzten 5 Jahre nachzahlen müssen.

Bedeutendste Orgel Spaniens

Santanyí darf sich künftig rühmen, die Gemeinde mit der bedeutendsten Orgel Spaniens zu sein. Als neunte Stadt ist sie in den erlauchten Kreis der Vereinigung European Cities of Historical Organs (ECHO) aufgenommen worden.

Das haben Mallorcas Bischof Javier Salinas, Santanyís Bürgermeister Llorenç Galmés, die Kulturdezernentin der Gemeinde, Francisca Vidal und Gemeindepfarrer Josep R. Ortega sowie Organist Tomeu Seguí gemeinsam mitgeteilt.

Bisher gehören der Vereinigung acht europäische Städte mit historisch besonders wertvollen Orgeln an: Alkmaar (Niederlande), Brüssel (Belgien), Freiberg (Deutschland), Fribourg (Schweiz), Innsbruck (Österreich), Toulouse (Frankreich), Treviso (Italien) und Trondheim (Norwegen). Als neues Mitglied wird Santanyí nun Spanien vertreten.

Ausgewählt wurde Santanyí aufgrund seiner Orgel, die aus der Hand von Jordi Bosch stammt, einem der besten Orgelbauer des 18. Jahrhunderts. Das zweimanualige Instrument gilt als wahre Kostbarkeit. Es verfügt über 40 geteilte Register und 1104 Pfeifen. Ursprünglich stand diese Orgel in der Kirche des Dominikanerklosters in Palma, das nach seiner Schließung im Jahr 1837 abgerissen wurde.